Gott und Auferstehung

Video und Begleittext zum Erfahrungsraum GOTT im Leben ERFAHREN
Filmbeitrag

Gott und Auferstehung

Video und Begleittext zum Erfahrungsraum GOTT im Leben ERFAHREN

Wie können wir Gott in uns auferstehen lassen?

Wie können wir das Bild von Jesus am Kreuz so sehen, dass es befreit ist von seinem historischen Kontext und seinen zahllosen Deutungen und den anmaßenden bis gewaltvollen Überstülpungen einer institutionalisierten Religion?

Man kann dieses Bildmotiv rein künstlerisch wahrnehmen und sich einfach von seiner musikalischen und filmischen Stimmung berühren lassen (ohne eine bestimmte Aussage damit assoziieren zu müssen) oder man kann sich noch tiefer berühren lassen und die befreite spirituelle Wahrnehmung dahinter miteinbeziehen.

GOTT ERFAHREN: Aus der Serie MIND SLOWING CINEMA

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Letztendlich führt kein Weg am Göttlichen vorbei

Die tiefste Form der spirituellen Selbst-Erkenntnis ist unser Eins-Sein mit dem Göttlichen. Was sich vermessen und überheblich anhören mag, ist aus der reinen Erfahrung heraus gesprochen, die einzig echte Form der Selbst-Erkenntnis – hinein in ein heiliges Da-Sein, das sich in der gesamten Schöpfung wiedererkennt. Ein Mensch der zum inneren Gott erwacht, davon durchleuchtet wird, weiß um seinen Platz in der Welt, und ist fortan kein Da-Seins-Entfremdeter mehr sondern ein Da-Seins-Verbündeter in Freiheit, Hingabe und Wahrhaftigkeit.

Dass wir in diesem Kontext das Wort Gott kaum mehr verwenden können, ohne augenblicklich schubladisiert zu werden oder auf “taube Ohren” oder Abwehr zu stoßen, ist insofern problematisch, weil wir dadurch die eigentliche Verwirklichung aus den Augen verlieren. Wir verstricken uns in religiösen, spirituellen und esoterischen Verwirrspielen, Bestrebungen und Begrifflichkeiten und übersehen dabei das Naheliegende und Offensichtliche. Aus unserer innersten Wahrnehmung spricht und lebt Gott, als die unsterbliche und schöpferische Bewusstseins-Einheit durch uns.

Jesus am Kreuz - Der Vater und ich sind eins

Dieses Motiv, das ich vor Kurzem in der Südsteiermark bei einer Winterwanderung aufgenommen habe, mag eine Einladung sein, um tiefer für sich selbst zu reflektieren: Was löst dieses Szene in mir aus, wenn ich auch den Hintergrund in Betracht ziehe und vor allem eine Bedeutung jenseits einer rein religiösen Verhaftung (gefangen in irdischem Leid) zugänglich wird? Eine unmittelbare Seinsbezogenheit?

Das Jesus-Bild der Kreuzigung könnte ebenso gelesen werden: Das alte Ich wird erlöst am Kreuz der Hingabe, nach einem langen Weg der selbst auferlegten Tortur.

Es bewegt sich auf einer Ebene, auf der es möglich wird, Abstand zu nehmen und sich aus der Enge der Ich-Verstrickung zu lösen. Hier eröffnet sich ein neuer Raum der Wahrnehmung, eine “Beobachter-Position”, die nicht unbeteiligt ist, sondern teilnehmend, weise, achtsam und fähig zur Unterscheidung. In ihr wohnt ein fühlbarer Zugang zu einer tieferen Verbundenheit mit allem Sein.

So gesehen ist dieses Filmmotiv ein Überschreitungsimpuls, um dieser so überstrapazierten bis missbrauchten Mythologie eine tiefere und lebensbejahende Bedeutungsebene hinzuzufügen – ja sie damit zu überschreiben.

Was wir dafür brauchen, ist ein Raum, in den hinein sich unsere begrenzte Ich-Empfindung auflösen kann. Und ja, es ist tatsächlich ein Sterben! Das, was stirbt, ist die Wahrnehmung der begrenzten Ich-Identität. Und ja, es ist tatsächlich eine Auferstehung! Denn das, was aufersteht, ist dein tiefes und wahres Selbst, das eins ist mit dem göttlichen Urgrund. Und dieses wahre Selbst wird immer mehr zum Durchgang, zum Tor des göttlichen Ausdrucks in seiner ureigenen Authentizität und Wahrhaftigkeit.

Interpretations-Impuls

Wie können wir das Bild von Jesus am Kreuz so sehen, dass es befreit ist von seinem historischen Kontext und seinen zahllosen Deutungen und den anmaßenden bis gewaltvollen Überstülpungen einer institutionalisierten Religion.

Wir können dieses Bild so wahrnehmen, dass wir dabei nicht auf die historische Person und die vermeintliche (Be-)Deutung von Jesus schauen, sondern auf uns selbst – auf unseren Platz in der Welt, im Leben und im Da-Sein. Denn fühlt es sich für uns nicht allzu oft genau so an: ausweglos gekreuzigt und gefesselt zu sein in Raum und Zeit und an die vergängliche Materie, ohne einen fühlbaren Zugang zu dem, was dahinter liegt? Ohne einen fühlbaren Zugang zum Lebensganzen, und jenem unvergänglichen inneren Menschen der uns in der Erfahrung der Gottes-Einheit begegnet.
 

Für die innere Erfahrung des Göttlichen ist Jesus keine geschichtliche Größe, sondern eine lebendige Gegenwart, die für jeden Menschen zugänglich und erfahrbar ist.

Ein Mensch der sich dieser Dynamik bewusst wird, wird sich bald als heil im Sinne von ganz erfahren und er wird sich im Geiste von Meister Eckhardt danach sehnen “leer zu werden von allen Bildern” um damit Raum zu schaffen für die unermessliche Fülle des Seins. Paradoxerweise ist dieses innere “leer-werden” die Voraussetzung um diese Da-Seinsfülle erfahren zu können. So wirst du als dieser Mensch dein Innerstes in allem Äußeren wiederfinden. Deine Auferstehung ist eine Wiedergeburt im lebendigen und geheilten Sein, in deinem wahren Selbst, durch das Ablegen der Fehl-Identifikation und dem Überschreiten der reinen Aussenprojektion.

Wenn wir hier von Gott oder vom göttlichen Sein reden, reden wir von der tiefstmöglichen persönlichen Befreiung und von der tiefstmöglichen Heilung auf allen Ebenen des Seins, einer sprichwörtlichen Ganzwerdung in uns und durch uns.

Das Lebensgefühl, die Freiheit, Tiefe und Heilsamkeit, die der göttlichen Seins-Dimension innewohnt, in größtmöglicher Klarheit zugänglich zu machen und damit in Austausch und Resonanz zu gehen.

– Ramon Pachernegg

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