#04 | Integrieren von Polaritäten

Impuls und Reflexion zum Gruppentermin
Jahreszyklus

#04 | Integrieren von Polaritäten

Impuls und Reflexion zum Gruppentermin

Ihr Lieben!

Unser Treffen hatte diesmal gefühltermaßen viele Facetten. Es ging um die Anstrengung und harte Arbeit, um das wahre Selbst oder die Zeugenschaft zu erreichen, um Enttäuschungen am Weg, um Erfolgserlebnisse und Etappensiege in langwierigen und herausfordernden persönlichen Prozessen, um die Hingabe an die Dankbarkeit und bedingungslose Liebe, um die kirchliche Idee dass Gott irgendwo außerhalb von uns zu finden wäre, und das wir uns seine Liebe verdienen müßten, um die vielleicht noch viel schwierigere und fatale Idee dass Gott Erwartungen an uns hätte, und das wir denen in Form eines Beitrages für die Welt gerecht werden müßten…

Gleichzeitig haben wir einen Perspektivenwechsel vorgenommen, und uns Gott im Inneren zugewandt, das Göttliche in jedem von uns, das bedingungslos und frei von jeglicher Erwartung darauf wartet von uns und durch uns wahrgenommen zu werden.

Die Welt mit den Augen Gottes zu sehen, Gott durch deine Augen sehen, durch deine Ohren hören zu lassen, durch deinen Mund sprechen zu lassen.

Das göttliche Kind in uns, dass sich durch seine intuitive Anbindung und Präsenz in einer harmonischen Beziehung zur Unendlichkeit, zum Ewigen in uns wähnt und bewegt. Dieses göttliche Kind in uns, wieder auferstehen zu lassen und ihm Leben und Aufmerskamkeit zu schenken.

Plötzlich sehen wir dass Innen und Aussen nicht zwei sind, dass wir uns zwar in der Dualität und Polarität bewegen, aber dass es ein tieferes Zentrum des Gewahrseins in uns gibt, dass all diese scheinbaren Gegensätze in sich aufnimmt und umarmt. Wenn wir uns von dieser Schwingung immer mehr durchdringen lassen, erleben wir Heilung auf allen Ebenen des Seins – es ist der einzig wirkliche Weg zum inneren und auch äußeren Heil- und Ganzwerden.

Wenn wir es schaffen vom Kopf ins Herz zu kommen, vom Denkraum in den lebendigen Fühlraum unseres Innersten, bewegen wir uns langsam und stetig auf diese Heil-Werdung zu. Und nichts davon können wir machen, oder müssen wir angestrengt herbeiführen – es geht wohl viel mehr darum uns selbst endlich in Ruhe zu lassen, und in eine fühlbare Verbindung mit dem Göttlichen in uns zu kommen.

Wir dürfen uns endlich enstpannen, wenn uns das Göttliche wieder mehr und mehr durchströmt und wir mehr und mehr Widerstände dagegen auflösen können. Dann ist es plötzlich das einfachste Welt und es bleibt nur noch ein großes WOW, ein großes Stauen über dieses Wunder der Existenz, von der wir niemals getrennt waren. Wir fühlen uns dann nicht mehr als Fremde in der Welt, oder als jemand der hier auf Lehr- oder Probezeit ist, nein wir werden selbst zum strahlenden Ausdruck des Göttlichen – das Göttliche lebt durch uns im Hier und Jetzt, im zeitlosen Moment unserer Wahrnehmung, unseres ICH BIN – Gewahrseins.

Nachklang

“Suche im gesamten Universum nach jener Person, die deine Liebe und Zuneigung mehr verdient als du selbst.” (wird Buddha zugeschrieben)

Anmerkung: So sperrig dieses Zitat auch klingt, so wunderbar klare und tiefreichende Antworten hat es hervorgebracht. Antworten aus unserem Innersten!

„Wer das All erkennt, sich aber selbst verfehlt, verfehlt das Ganze“. (aus dem Thomas Evangelium)

Anmerkung: Das Thomas Evangelium ist absolut lesenswert und enthält vor allem Elemente einer ur-christlichen Mystik, wo es ausschließlich darum geht, dass Gott nur im Innersten des Menschen zu finden ist und wir uns darauf ausrichten können. Dieses Zitat verstehe ich persönlich so, dass wir es im Verstand sehr weit bringen können, dass wir sogar spirituelle Erleuchtungserfahrungen machen können, aber dass wir das Wesentliche verfehlen wenn wir uns selbst nicht leben – wenn wir also unsere persönliche Essenz nicht leben. Wofür bin ich hier, was ist mein Ausdruck, mein tiefstes Anliegen, meine tiefste Freude? Ein Moment der puren Lebendigkeit wo du wirklich DU BIST, ist mehr als der gesamte Kosmos – und in dem Moment weißt du es.

EMPFEHLUNGEN für die IMPULS-PRAXIS.

– Weiter mit dem Film WAKING UP GROWING UP / nächste Sequenz bis Min. 25:42
 
– Integrieren der göttlichen Polaritäten / Gegensatzpaare / Zwillingspaare
1. Zwillingspaar: Reden und Schweigen
Beobachte in nächster Zeit etwas genauer, wann es für dich in einer Situation angemessen ist und wann es dir angemessener erscheint zu schweigen. Unser Reden und Schweigen ist gleichermaßen Ausdruck und Offenbarung des Göttlichen, wenn wir die Absicht dahinter sehen und miteinbeziehen und wenn wir unterscheiden lernen, wann unser Impuls zu Reden oder zu Schweigen das Göttliche unterstützt und wann es eher ein Missbrauch ist. Ein einfacher Anhaltspunkt, wäre zB zu sehen – dass wir wenn wir zu sehr über das Aussen als Aussen sprechen, uns leicht auf einen Irrweg begeben und eigentlich die falsche Fährte nähren. Wirklich ganz bei sich und seiner “innersten Stimme” (redend oder schweigend) zu bleiben ist dabei entscheidend. Was bewirkt mein Reden oder Schweigen in dieser oder jener Situation?
 

– IMPULS-SATZ mit Intuitionswanderung:
Wozu BIN ICH auf der Welt?
oder
Was ist für mich JETZT wirklich zu tun?

Mache einen Spaziergang oder eine Wanderung mit dieser Frage in Dir, oder nimm dir eine Frage die dich aktuell sehr beschäftig. Halte die Frage in deinem Bewusstsein und dann lass sie einfach los und schau was dir im Innen und Aussen begegnet. Schau was die Bewegung und das Gehen zum Vorschein bringt. Jedes Detail und alles was deine Wahrnehmung berührt oder anzieht kann ein Hinweis sein. Ganz egal wie einfach oder auf den ersten Blick unscheinbar es wirken mag.

 
TERMINE für unsere Gruppe lt. Kalender:

zoom-chat

von außen in der Zeugenrolle fühlt es sich leichter an
Einen Raum um manches auszuhalten, und nicht gleich in die Reaktion zu gehen…
in Schwebe halten –

es gibt nur eine Sache – aber mit der weiterzukommen ist harte Arbeit…
das was ist nicht zu ernst zu nehmen

das jetzt wird unerträglich (auf corona bezogen)

“Suche im gesamten Universum nach jener Person, die deine Liebe und Zuneigung mehr verdient als du selbst.”

Wenn du das All erkennst, und dich selbst verfehlst, dann verfehlst du alles.

Wozu bist du auf der Welt? Um Gott zu lieben, und ihm zu dienen.

Wozu bin ich auf der Welt?

Die harte Arbeit darf sich entspannnen
In der göttlichen Liebe zu sein
Bleibt in meiner Liebe

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Kein Umbruch im Aussen ersetzt den inneren Umbruch, die innere Revolution, die innere Umkehr zu uns selbst.

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